Rennsteig-Express am 11.04.2024

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Thüringen startet gut ins Jahr 2024: Übernachtungszahlen im Januar überholen erneut die Vorjahreswerte

Weimar ist Spitzenreiter beim Vorjahresvergleich und übertrifft das Niveau von 2019.

Thüringen gesamt

Der Monatsvergleich der Übernachtungszahlen zeigt, dass Thüringen mit 529.774 Übernachtungen im Januar 2024 rund 29.000 Übernachtungen über dem Wert von 2023 liegt. Zudem hat der Freistaat 96,1 % der Januar-Übernachtungen von 2019 erreicht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Januar bei 2,7 Tagen.

Statistisch erfasst werden Beherbergungsbetriebe (Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten, Campingplätze und sonstige tourismusrelevante Unterkünfte) mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten beziehungsweise zehn Stellplätzen beim Camping.

In den Thüringer Reisegebieten

Weimar verzeichnet mit 16,3 % innerhalb Thüringens bei den Übernachtungen den größten Anstieg im Vergleich zum Januar 2023. Im Überblick der Reisegebiete konnten Erfurt, Weimar sowie die Reisegebiete Südharz-Kyffhäuser und Eichsfeld das Niveau von Januar 2019 übertreffen. Alle weiteren Thüringer Regionen haben zwischen 75 % und 95 % der Januar-Übernachtungen von 2019 erreicht. Seit Anfang 2023 sind auch Übernachtungen auf Campingplätzen in den Gesamtübernachtungs­zahlen enthalten. In der Welterberegion Wartburg Hainich sowie Südharz-Kyffhäuser stieg die Aufenthaltsdauer im Januar an.

Deutschlandweit

Bei Betrachtung aller Bundesländer waren die Übernachtungszahlen im Januar 2024 um 5,7 % höher als im Vergleichsmonat des Jahres 2023. Im Januar 2024 verbuchten die Beherbergungsbetriebe (mind. zehn Schlafgelegenheiten) in ganz Deutschland 25,3 Millionen Gästeübernachtungen in- und ausländischer Gäste.


 

Unbekannte drangen in einen Agrarbetrieb in Römhild ein, stahlen neun Tonnen Pflanzenschutzmittel, Kunststofftanks und elektrische Geräte. Zudem zapften sie Dieselkraftstoff ab und verteilten eine klebrige Flüssigkeit. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise unter 03685 778-0, Aktenzeichen 0090257/2024. Gesamtschaden: etwa 285.000 Euro.


Am 15. April jährt sich die Uraufführung des Rennsteigliedes im „Goldenen Hirsch“ in Hirschbach zum 73. Mal. Die Ortsgruppe Suhl des Rennsteigvereins organisiert eine Gedenkwanderung zum Jubiläum. Treffpunkt ist um 10:20 Uhr an der Bushaltestelle Zentrum. Interessierte melden sich bitte bei Matthias Rolfs zur Anmeldung: 03681/462632 oder 0175/7618431, rolfs@kabelmail.de.


Am 19. April öffnet das neue Kino „StuKi“ in der Ruppbergpassage in Zella-Mehlis seine Türen. Betrieben wird es von Provinzkultur e.V. und seinen ehrenamtlichen Mitgliedern. Um 17 Uhr wird am Eröffnungstag „Oppenheimer“ gezeigt, gefolgt von „The Rocky Horror Picture Show“ um 21 Uhr. Am darauffolgenden Tag werden die Filme in umgekehrter Reihenfolge präsentiert. Aufgrund begrenzter Plätze wird empfohlen, Tickets im Voraus unter www.provinzkultur.de zu erwerben.


Die Zahl der in Thüringen verübten Straftaten ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre gestiegen. Die Polizei registrierte 2023 rund 150.500 Fälle und damit etwa zehn Prozent mehr als 2022, wie aus der von Innenminister Georg Maier (SPD) am Montag in Erfurt vorgelegten Kriminalitätsstatistik hervorgeht. Die Thüringer Entwicklung folge damit leider einem bundesweiten Trend, sagte der Minister.
Die Aufklärungsquote der Straftaten lag bei 61,9 Prozent und damit leicht unter dem Wert des Vorjahres von 63,2 Prozent. „Wir sind da aber weiterhin in der Spitzengruppe der Bundesländer.“ Im Bundesdurchschnitt liege die Aufklärungsquote unter 60 Prozent. Thüringen bleibe trotz enormer Herausforderungen für die Polizei unter anderem auch durch Cyberkriminalität ein sicheres Land, sagte Maier. Mehr Polizeipräsenz auf den Straßen sorge auch dafür, dass mehr Kriminalität aufgedeckt werde.
Als besorgniserregend bezeichneten er und der Präsident des Landeskriminalamtes, Jens Kehr, eine Zunahme von Straftaten von geflüchteten Menschen, die vielfach keine Aufenthaltsberechtigung hätten, sowie des nach wie vor hohen Niveaus politisch motivierter Straftaten. Es gebe mehr Hasskriminalität gegen Menschen anderer Religion, Herkunft oder Hautfarbe. „Hasskriminalität ist vor allem rechts“, so der Innenminister.
Zehntausende Diebstähle
Eine deutliche Zunahme registrierte die Polizei bei Diebstählen, deren Zahl im Jahresvergleich von 33.400 auf 39.900 stieg. Bei Ladendiebstählen habe es einen Anstieg von fast einem Drittel gegeben. Ein Grund könnten gestiegene Preise sein. „Wenn die Preise steigen, steigt der Anreiz zum Ladendiebstahl“, so der Innenminister. Aber auch bei Wohnungseinbrüchen konnte die rückläufige Tendenz der vergangenen Jahre nicht gehalten werden.
Nach den Zahlen des Ministeriums wurden im vergangenen 4400 Menschen Opfer von Gewalt, 11 Menschen wurden ermordet, 94 Menschen Opfer von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen.
Maier für schnelle Abschiebung von Intensivtätern
Fast 33.200 Thüringer wurden im Freistaat Opfer von Straftaten – ihre Zahl ist seit 2019 um fast 10.000 gestiegen. Die Zahl der Tatverdächtigen erhöhte sich in diesem Zeitraum von 48.000 auf 57.200. Darunter waren rund 15.600 aus dem Ausland stammende Tatverdächtige, rund 3000 mehr als im vergangenen Jahr und die höchste Zahl der letzten zehn Jahre.
„Die Sicherheits- und Migrationspolitik müssen stärker ineinander greifen“, sagte der Innenminister. Asylverfahren müssten beschleunigt, Geflüchtete schneller in Arbeit gebracht und Schleuserkriminalität in der EU wirksamer bekämpft werden. Maier sprach sich dafür aus, Intensivtäter schneller abzuschieben. Er verspricht sich davon auch ein Signal – „das hat eine disziplinierende Wirkung“.
Politisch motivierte Straftaten in zehn Jahren verdoppelt
Die Zahl der politisch motivierten Straftaten bewegt sich auf einem hohen Niveau. Knapp 3100 solcher Taten wurden im vergangenen Jahr im Freistaat registriert, etwa 50 weniger als 2022. Dabei handelte es sich unter anderem um Angriffe und Beschädigungen an Partei- und Abgeordnetenbüros, aber auch um verbale und körperliche Attacken gegen Amtsträger und Politiker oder gegen politische Entscheidungen. „Unsere Demokratie steht unter Druck“, sagte der Innenminister.
Es gebe eine Verrohung der Sprache bei Meinungsverschiedenheiten, aus der immer wieder auch Gewalt resultiere. Maier sprach auch von Einschüchterungsversuchen von Menschen, die sich politisch engagierten. Es gebe aber auch eine Gegenbewegung durch Eintritte in Parteien. Die Sicherheitsbehörden würden Menschen schützen, die sich für die Demokratie engagierten.
Nach den Daten der Polizei hat sich die Zahl der politisch motivierten Straftaten im Freistaat in den vergangenen zehn Jahren etwa verdoppelt. Dabei dominieren nach wie vor Straftaten aus dem rechten Spektrum, aber auch von links wurden im vergangenen Jahr einige Hundert Fälle registriert. Die politisch motivierte Gewaltkriminalität verringerte sich nach einem Anstieg seit 2020 auf rund 160 Fälle im vergangenen Jahr.