Rennsteig – Express 07.06.2024

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1. Demonstration von Auszubildenden aus dem Gesundheits- und Sozialwesen in Wernigerode am 11. Juni 2024
2. VOD-Start des Dokumentarfilms „ARENA 196“: Einblicke in den Wahlkampf 2021 in Süd-Thüringen
3. Verleihung des Deutschen Fundraising Preises 2024: Herausragende Leistungen im Fokus
4. Thüringer Kommunen bauen Schulden ab Erfurt, Gera, Weimar und Unstrut-Hainich-Kreis vorn
5. Polizeiberichte

Demonstration von Auszubildenden aus dem Gesundheits- und Sozialwesen in Wernigerode am 11. Juni 2024

Am Dienstag, 11. Juni, ab 16 Uhr demonstrieren mehr als 150 Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAV) aus dem Gesundheits- und Sozialwesen in Wernigerode. Hintergrund der Demonstration ist die bundesweite JAV-Konferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die vom 10. bis 12. Juni in Wernigerode stattfindet.

Die Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter aus Krankenhäusern, Pflegeheimen, dem Rettungsdienst und anderen Einrichtungen kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und werden in Wernigerode mit selbstgestalteten Schildern und Transparenten auf die Straße gehen, um für bessere Ausbildungsbedingungen in ihrer Branche laut zu werden. Es werden konkrete Beispiele aus dem Berufsalltag von Betroffenen dargestellt. Gefordert wird zum Beispiel die Einhaltung von Ausbildungsplänen, damit Auszubildende nicht als Lückenbüßer für fehlendes Personal herhalten müssen.

Die Demonstration beginnt um 16 Uhr am HKK-Hotel in der Pfarrstraße und führt über das Harzklinikum zu einer Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz, die etwa um 17 Uhr beginnen wird.


VOD-Start des Dokumentarfilms „ARENA 196“: Einblicke in den Wahlkampf 2021 in Süd-Thüringen


Ascheffel, 5. Juni 2024 – Nach einem erfolgreichen Kinostart und einer ausgedehnten Kinotour durch über 60 Orte startet der Dokumentarfilm „ARENA 196“ der Weimarer Regisseure Yvonne und Wolfgang Andrä am 7. Juni 2024 exklusiv online bei Kino on Demand.

„ARENA 196“ begleitet sechs Spitzenkandidat

im Wahlkreis 196 in Thüringen während des Bundestagswahlkampfs 2021. Frank Ullrich (SPD), Hans-Georg Maaßen (CDU), Sandro Witt (Die LINKE), Gerald Ullrich (FDP), Stephanie Erben (Bd‘90/DIE GRÜNEN) und Stefan Schellenberg (ÖDP) treten gegeneinander an. Der AfD-Kandidat hat seine Teilnahme verweigert.

Ein unerwartetes Ereignis während des Wahlkampfs war das Eingreifen der Kampagnenplattform Campact. Ihr Ziel war es, die Wahl des CDU-Kandidaten Hans-Georg Maaßen – der einzige Kandidat, der nicht aus Thüringen oder Sachsen stammt – zu verhindern. Diese Intervention beeinflusste die Strategie der demokratischen Parteien, gemeinsam gegen rechte Kandidat

Mehrheiten zu bilden. Dies ist eine Diskussion, die durch die Passagen im Sommerinterview des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz wieder aktuell ist, insbesondere angesichts der Wahl des ersten AfD-Landrats in Sonneberg 2023. „ARENA 196“ wird somit zur Blaupause für die kommenden Wahlkämpfe in Ostdeutschland und die bevorstehenden Landtagswahlen 2024.


Ein spannender Blick hinter die Kulissen der offiziellen Wahlkampfarena in einer polarisierten Gesellschaft. Der Film erzählt sowohl von politischem Engagement als auch von der Gefährdung demokratischer Prozesse. Anschaulicher und unterhaltsamer kann politische Herzensbildung kaum sein.
– Regisseur Andreas Dresen über „ARENA 196 – Zwischen Wende, Wahl und Wirklichkeit“


Kurzinhalt:
„ARENA 196“ begleitet die sechs Spitzenkandidat der Parteien SPD, FDP, ÖDP, FDP, CDU und der Grünen auf ihrem Weg zur entscheidenden Wahl. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen, der als einziger Kandidat von außerhalb antritt.

Im Stil des Direct Cinema wird gezeigt, wie sich die einzelnen Kandidat engagieren, auf Stimmenfang gehen und mit dem Druck des Wahlkampfs umgehen. Der Film zeigt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Persönlichkeiten trotz ihrer stark variierenden politischen Einstellungen. Der Verein Campact sorgt zusätzlich für Aufruhr, indem er zur Zusammenarbeit der Parteien gegen die Wahl Maaßens aufruft. Innerhalb der Parteien, insbesondere bei den Grünen, läuft jedoch nicht alles harmonisch ab.

Die Filmemacher Yvonne und Wolfgang Andrä, Teil des Künstlerkollektivs 1meter60 Film, dokumentierten den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 in Thüringen. Mit ihrer Kamera kommen sie den Kandidat im Wahlkreis 196 (Suhl – Schmalkalden – Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg) ganz nah, der für kurze Zeit zur „Arena“ wird.


Crew & Cast:
Regie & Drehbuch: Yvonne & Wolfgang Andrä
Kamera: Wolfgang Andrä
Ton: Yvonne Andrä
Schnitt: Wolfgang Andrä
Produktion: 1meter60 Film, Weimar
Produzent:innen: Yvonne & Wolfgang Andrä
Verleih: barnsteiner-film
Protagonist:innen: Frank Ullrich (SPD), Hans-Georg Maaßen (CDU), Sandro Witt (Die LINKE), Gerald Ullrich (FDP), Stephanie Erben (Bd‘90/DIE GRÜNEN), Stefan Schellenberg (ÖDP)
Gäste: Bodo Ramelow, Biathletin Kati Wilhelm, CAMPACT-Kampagnenleiter Chris Methmann, Geschäftsführer Thüringen Alpin Axel Müller, Bürgermeister Rainer Gier, ehemaliger Geschäftsführer Viba Karl Heinz Einhäuser, Stadtrat Schmalkalden Eckhard Simon, Geschäftsführer 4pi Systeme & Sternwarte/Astronomiemuseum Sonneberg Peter Kroll und viele mehr!


Technische Daten:
Länge: 106 Minuten (Schulfassung 90 Min.)
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2023
Format: DCP; Farbe 1:1,8
Ton: Dolby Digital
FSK: ohne Altersbeschränkung

Die Postproduktion wurde durch die Kulturelle Filmförderung Thüringen der Thüringer Staatskanzlei gefördert. Der Verleih wurde durch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) und die Kulturelle Filmförderung Thüringen der Thüringer Staatskanzlei unterstützt.

Weitere Informationen zum Film finden Sie auf der Seite des Verleihs: barnsteiner-film.de/arena196

Direkter Link zu VOD von „ARENA 196“: kino-on-demand.com/movies/arena-196-zwischen-wende-wahl-und-wirklichkeit

 

 


Verleihung des Deutschen Fundraising Preises 2024: Herausragende Leistungen im Fokus

 Am 4. Juni 2024 wurde der Deutsche Fundraising Preis in Berlin verliehen. Dieser prestigeträchtige Preis, vergeben vom Deutschen Fundraising Verband (DFRV), würdigt herausragende Leistungen in der Spendenwerbung und betont das wertvolle Engagement für eine starke Zivilgesellschaft.

Die Verleihung fand im Rahmen einer Abendveranstaltung beim Deutschen Fundraising Kongress 2024 statt. Die Preisträger überzeugten die Jury mit innovativen Fundraisingkonzepten und beeindruckenden Ideen.

Gewinner des Deutschen Fundraising Preises 2024

1. Platz: Ärzte ohne Grenzen e.V. Titel: Mit Ihrer Spende kommt gerade ein Kind sicher zur Welt

Die Kampagne von Ärzte ohne Grenzen beeindruckte durch ihren Erfolg und ihre innovative Darstellung. Sie stellt die lokale Hebamme und die dramatische Müttersterblichkeit im Südsudan in den Mittelpunkt, ohne auf klischeehafte Darstellungen zurückzugreifen. Die Kampagne wurde millionenfach gesehen und gespendet und setzt ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der Narrative in der Entwicklungszusammenarbeit.

2. Platz: Deutsche Stiftung Denkmalschutz / Jugendbauhütten Titel: Fluthilfecamp der Jugendbauhütten

Diese Kampagne verknüpft ehrenamtliches Engagement und Spenden erfolgreich. Im Sommer 2023 mobilisierten rund 300 junge Freiwillige, um im Ahrtal an 17 Baustellen zu helfen. Die Gesamtkosten von 400.000 Euro wurden durch zahlreiche kleine und einige große Spenden gedeckt.

3. Platz: Friendly Fire Titel: Friendly Fire 9

Friendly Fire erreicht mit einer 12-Stunden-TV-Spiele-Sendung auf Twitch eine neue Zielgruppe. Gaming-Influencer sammeln dabei rund eine Million Euro an Spenden und tragen die Spendenkultur in einen Bereich, den traditionelles Fundraising nicht erreicht.

Herausragende Fundraisingpersönlichkeit: Manuela Roßbach

Manuela Roßbach wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie war maßgeblich an der Gründung des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft beteiligt und hat als Geschäftsführerin beeindruckende 1,3 Milliarden Euro Spenden gesammelt. Ihr Engagement und ihre Verdienste um die Kultur des Gebens und professionelles Fundraising sind herausragend.

Deutscher Fundraising Verband e.V.

Der DFRV vertritt die Interessen von Fundraiserinnen, gemeinnützigen Organisationen und unterstützenden Dienstleisterinnen in Deutschland. Mit 1.700 Mitgliedern fördert er die Professionalisierung des Berufszweigs und die Umsetzung ethischer Prinzipien.

Weitere Informationen und Pressebilder finden Sie auf der Webseite des Deutschen Fundraising Verbandes.


Bisherige Preisträger*innen: Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören unter anderem Alexianer, Gut Aiderbichl Stiftung Deutschland, LiveforLifeTV, Doris Voll, betterplace.org und die Initiative “Flutwein”.

Für weitere Informationen und Pressebilder besuchen Sie Deutscher Fundraising Verband

 


Thüringer Kommunen bauen Schulden ab Erfurt, Gera, Weimar und Unstrut-Hainich-Kreis vorn

Laut Kassenstatistik war die Landeshauptstadt Erfurt 2023 Thüringer Spitzenreiter im Schuldentilgen. Zum Stichtag 31.12.2023 hatte die größte Stadt des Freistaats im Vergleich zum Vorjahr rund 13 Millionen Euro weniger in ihrer Schuldenbilanz stehen (Verschuldung 2022: 78,8 Millionen Euro, 2023: 65,8 Millionen Euro). Platz zwei im Schuldenabbau-Ranking belegen die Städte Gera (Rückgang 6,4 Millionen Euro; Verschuldung 2022: 61,6 Millionen Euro, 2023: 55,2 Millionen Euro) und Weimar (Rückgang 5,4 Millionen Euro, Verschuldung 2022: 48,3 Millionen Euro, 2023: 42,9 Millionen Euro).

„Die Kassenstatistik 2023 zeigt, dass die Kommunen Überschüsse in einer Höhe erwirtschaftet haben, die es ihnen trotz der steigenden Ausgaben und herausfordernden Aufgaben in schwierigen Zeiten ermöglichten, auch ihre Schulden weiter abzubauen“, sagte die Thüringer Kommunalstaatssekretärin Katharina Schenk. „Auch, wenn die Ursachen des Schuldenstandes unterschiedlich sind, ist das Ziel, finanziell nachhaltige Haushalte aufzustellen, klar zu erkennen“, so Katharina Schenk weiter.

Bei den Landkreisen hatte der Unstrut-Hainich-Kreis mit einem Rückgang seiner Verschuldung von 4,3 Millionen Euro den größten absoluten Rückgang beim Schuldenstand vom 31.12.2022 (Schuldenstand 2022: 23,8 Millionen Euro, 2023: 19,5 Millionen Euro). Platz zwei und drei belegen der Saale-Orla-Kreis (Rückgang: 2,5 Millionen Euro, Schuldenstand 2022: 26,9 Millionen Euro, 2023: 24,4 Millionen Euro) und der Landkreis Greiz (Rückgang 2,5 Millionen Euro, Schuldenstand 2022: 10,0 Millionen Euro, 2023: 7,5 Millionen Euro). Bei den kreisangehörigen Gemeinden verzeichneten Nordhausen (Rückgang: 3,4 Millionen Euro, Schuldenstand: 2022: 36,5 Millionen Euro, 2023: 33,1 Millionen Euro) gefolgt von Leinefelde-Worbis (Rückgang: 3,3 Millionen Euro, Schuldenstand: 2022: 33,4 Millionen Euro, 2023: 30,1 Millionen Euro) sowie Eisenach (Rückgang: 2,7 Millionen Euro, Schuldenstand: 2022: 23,0 Millionen Euro, 2023: 20,2 Millionen Euro) den höchsten absoluten Rückgang der Verschuldung im kommunalen Kernhaushalt von 31.12.2022 zum 31.12.2023.

Insgesamt flossen 2023 7,7 Milliarden Euro in die kommunalen Kassen in Thüringen. Das waren 703,2 Millionen Euro bzw. 10,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Diese positive Entwicklung beruht neben höheren Einnahmen vor allem auf der Einkommens- und Gewerbesteuer (Steigerung um rund 10 bzw. 9,3 %) und auf dem Anstieg der laufenden Zuweisungen und Zuschüssen vom Land (Anstieg um 11,4 %). Die Gesamtausgaben stiegen im gleichen Zeitraum um 599,9 Millionen Euro bzw. 8,8% auf 7,4 Milliarden Euro, wobei hier vor allem der Anstieg der Personalausgaben (Anstieg um 6,9%) und der Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (Anstieg um 12,3%) ins Gewicht fielen. Im Ergebnis stieg der kommunale Finanzierungsüberschuss aller Thüringer Kommunen entgegen dem Bundestrend von 192,5 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 295,9 Millionen Euro im Jahr 2023 an.



Polizeiberichte

Unter Drogeneinfluss – Eisfeld
Beamte der Einsatzunterstützung Suhl kontrollierten Mittwochvormittag einen 33-jährigen E-Scooter-Fahrer in der Coburger Straße in Eisfeld. Aufgrund des positiven Drogenvortest musste der 33-Jährige die Polizisten zur Blutentnahme ins Krankenhaus begleiten. Seinen E-Scooter durfte er erstmal nicht weiterfahren. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz.

Betrüger nicht erfolgreich – Hildburghausen/Römhild
Am frühen Mittwochnachmittag gingen bei mehreren Senioren im Landkreis Hildburghausen Anrufe von Betrügern ein. Diese gaben an, dass der jeweilige Sohn/die Tochter einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verursacht hätte. Nur durch die Zahlung einer Kaution in Höhe von 25.000 bzw. 50.000 Euro könnten sie ihrem Verwandten noch helfen und vor einer Haft bewahren. Zum Glück ging an diesem Nachmittag niemand auf die Forderungen ein, sondern alle reagierten genau richtig: sie legten auf und riefen ihre Kinder persönlich an! Bitte seien auch Sie wachsam! Kontaktieren Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Nummer oder im Zweifelsfall die Polizei.

Motorradfahrerin übersehen – Eisfeld
Dienstagmorgen übersah ein 77-jähriger Autofahrer, der aus Richtung Eisfeld kam, beim Einfahren in den Kreisverkehr eine bereits dort fahrende 33-jährige Motorrad-Fahrschülerin. Es kam zum seitlichen Zusammenstoß in dessen Folge die Frau zunächst noch vor Schreck Gas gab, gegen ein Verkehrsschild fuhr und schließlich stürzte. Sie verletze sich leicht. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 4.500 Euro.