Rennsteig Express – 17.04.2024

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Inhaltsverzeichnis
1. Premiere im Thüringer Landtag: KAG appelliert an Ministerin Karawanskij und untermauert Oberzentrum aus vier Städten
2. Stärkung des Ehrenamtes im Freistaat Thüringen durch Übernahme der GEMA-Gebühren – Anmeldung ab jetzt möglich!
3. Polizeiberichte
4. „Boys’Day“ im AWO-Pflegeheim Ilmenau


Premiere im Thüringer Landtag: KAG appelliert an Ministerin Karawanskij und untermauert Oberzentrum aus vier Städten

Die Oberbürgermeister der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Oberzentrum Südthüringen bekreftigten im Thüringer Landtagsausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten vor den Ausschussmitgliedern und unter Anwesenheit der Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanskij, ihre im Rahmen des Anhörungsverfahrens abgegebene Stellungnahme zum zweiten Entwurf des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Sie untermauerten dabei ihre Forderung nach einem raumordnerischen Vertrag. Dieser, so die vier Bürgermeister, müsse nunmehr zeitnah durch das Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) erarbeitet werden.

Die Sitzung des Thüringer Landesauschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten am 11. April war nach Aussage der Vorsitzenden, Frau Christina Tasch, von besonderer Bedeutung. Erstmalig fand vor dem Ausschuss eine Anhörung von Kommunen in Bezug auf die Fortschreibung des LEP statt.

In der Sitzung betonten die Oberbürgermeister das Ziel, die gesamte Region Südthüringen durch die Etablierung eines Oberzentrums stärken zu wollen, vor allem im Hinblick auf die aktuellen landesplanerischen Entwicklungen im angrenzenden nordbayrischen Raum. Die Bürgermeister unterstrichen dabei ihren Standpunkt, dass das Oberzentrum aufgrund des siedlungsstrukturellen Zusammenhangs nur aus den vier Städten Oberhof, Schleusingen, Suhl und Zella-Mehlis bestehen kann, aber in enger Kooperation mit den Städten Meiningen und Schmalkalden etabliert werden muss. Der enge siedlungsstrukturelle Zusammenhang sei im Übrigen auch stets eine Forderung des TMIL gewesen.

Die Bürgermeister appellierten erneut an die Verantwortung des TMIL, zeitnah einen raumordnerischen Vertrag zu erstellen, der Meiningen und Schmalkalden als enge Kooperationspartner des künftigen Oberzentrums Südthüringen mit einbindet. Dieser Vertrag soll sicherstellen, dass die oberzentralen Teilfunktionen der Städte Meiningen und Schmalkalden dauerhaft gesichert werden und eine effektive Zusammenarbeit mit dem Oberzentrum Südthüringen gewährleistet ist.

 

Die vier Bürgermeister am 11.04.2024 bei der Anhörung zum zweiten Entwurf zur Änderung des Landesentwicklungsprogramms Thüringen / Quelle: Anne Schlegel

„Wir gehen mit großer Zuversicht aus dieser Sitzung. Unsere Argumente wurden von den Ausschussmitgliedern gehört und unser langjähriges Engagement entsprechend gewürdigt. Wir sind optimistisch, dass der Ausschuss sowie Frau Ministerin Karawanskij die bisherige Idee eines Oberzentrums in Südthüringen, bestehend aus den vier Städten Oberhof, Schleusingen, Suhl und Zella-Mehlis, in enger Zusammenarbeit mit Schmalkalden und Meiningen, wiederbeleben werden. Wir haben das Vertrauen, dass eine sorgfältig abgewogene Entscheidung getroffen wird, die der Region zugutekommen wird.“, sagt Richard Rossel, Vorsitzender der KAG.

 

Infokasten: Seit 2018 arbeitet die KAG an der Entwicklung eines Oberzentrums Südthüringen aus den vier Städten Oberhof, Schleusingen, Suhl und Zella-Mehlis. Ein Vorhaben, das bis Mitte Januar 2024 durch die Landesregierung in positiver und unterstützender Weise gefördert wurde. Jedoch wurden die Ziele durch den zweiten Entwurf des Landesentwicklungsprogramms völlig geändert, in dem plötzlich und ohne fachliche Begründung die Städte Meiningen und Schmalkalden in das künftige Oberzentrum Südthüringen aufgenommen wurden. Die KAG, die bei dieser Entscheidung nicht beteiligt oder angehört wurde, wurde von diesem plötzlichen Kurswechsel mehr als überrascht und vor vollendete Tatsachen gestellt.

Zur Förderinitiative „Aktive Regionalentwicklung“: Innerhalb des Programms Region gestalten wurden die vier Städte bis 2023 mit 714.000 Euro Fördermitteln vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) unterstützt. Eine Anschlussförderung wurde durch den Bund bereits in Aussicht gestellt.

 


Stärkung des Ehrenamtes in Thüringen durch Übernahme der GEMA-Gebühren – Jetzt anmelden!

Ehrenamtlich tätige Vereine, Organisationen und Einrichtungen spielen eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Leben Thüringens. Ihre Veranstaltungen fördern das soziale Miteinander. Um dieses Engagement zu unterstützen, plant der Freistaat Thüringen in Zusammenarbeit mit der GEMA eine Pauschalregelung für gemeinnützige Vereine. Ziel ist die Übernahme von GEMA-Lizenzvergütungen für bis zu drei oder vier eintrittsfreie Vereinsfeste mit Musik. Vereine, die die Voraussetzungen erfüllen, können sich ab dem 16. April bis zum 31. Mai 2024 über die GEMA-Website anmelden, um die Kostenübernahme zu beantragen.

Der Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Prof. Dr. Hoff, betont die Wichtigkeit dieses Vorhabens und die laufenden Verhandlungen mit der GEMA. Die Anmeldung ist einfach und soll den Verwaltungsaufwand für Vereine minimieren. Jürgen Paudtke von der GEMA begrüßt die Initiative und betont die digitale Anmeldemöglichkeit über die GEMA-Website.

Die Thüringer Ehrenamtsstiftung informiert die Vereine über die Möglichkeit der Kostenübernahme. Frank Krätzschmar, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, sieht in der Initiative einen großen Gewinn für kleinere Vereine, da sie finanziell entlastet werden und die Hemmschwelle für Veranstaltungen sinkt.

Anmelden können sich Vereine mit Sitz in Thüringen, die gemeinnützige Zwecke verfolgen, vorwiegend ehrenamtlich tätig sind und Veranstaltungen auf Flächen mit weniger als 500 qm durchführen.

Die Kostenübernahme wird ab dem 1. Juli 2024 über das GEMA-Onlineportal vorbereitet. Ab diesem Zeitpunkt können Vereine eine Übernahme der GEMA-Gebühren für ihre eintrittsfreien Vereinsfeste beantragen. Die Antragskonditionen werden bis zum 1. Juli 2024 bekannt gegeben.

Weitere Informationen unter: Ehrenamt Thüringen (gema.de)



Polizeiberichte:

Suhl
In der Zeit von Montag bis Dienstagmorgen drangen bislang unbekannte Täter durch das Einschlagen jeweils einer Scheibe gewaltsam in zwei Autos und einen Lkw ein, welche in der Rimbachstraße in Suhl geparkt waren. Die Täter durchsuchten das Innere der drei angegriffenen Fahrzeuge und entwendeten aus dem Lkw Werkzeuge und mehrere Kettensägen im Wert von 1.500 Euro. Weiterhin entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03681 369-0 beim Inspektionsdienst Suhl zu melden.

Suhl
Am frühen Sonntagmorgen gegen 04:30 Uhr versuchten bislang unbekannte Täter gewaltsam in die Wohnung eines 42-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus in der Friedrich-König-Straße in Suhl einzudringen. Die Unbekannten besprühten zunächst die Überwachungskameras, scheiterten dann jedoch an der Wohnungseingangstür. Derzeit liegen noch keine Angaben zur Höhe der entstandenen Sachschäden vor. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03681 369-0 und der Angabe des Aktenzeichens 0095880/2024 beim Inspektionsdienst Suhl zu melden.

Schmalkalden
Dienstagabend kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen, aufgrund seiner unsicheren Fahrweise, einen Fahrradfahrer in der Näherstiller Straße in Schmalkalden. Der Mann versuchte sich erfolglos der Kontrolle zu entziehen. Sowohl ein mit dem 39-Jährigen durchgeführter Atemalkoholtest als auch ein Drogenvortest verliefen positiv. Es folgte eine Blutentnahme und die Weiterfahrt mit dem Fahrrad wurde untersagt. Den Radfahrer erwartet jetzt eine Anzeige.

Oberhof
In der Zeit von Freitagnachmittag bis Montagmorgen machten sich bislang unbekannte Täter an den Baumaschinen einer Baustelle, welche sich neben der Landstraße (Am Grenzadler) bei Oberhof befindet, zu schaffen. Die Täter öffneten die Fahrerkabinen der Walze und des Minibaggers, benutzten die Maschinen und entwendeten letztendlich Werkzeuge aus den Innenräumen. Weiterhin zapften die Unbekannten aus der Raupe etwa 250 Liter Diesel ab. Es entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03681 369-0 und der Angabe des Aktenzeichens 0095994/2024 beim Inspektionsdienst Suhl zu melden.



„Boys’Day“ im AWO-Pflegeheim Ilmenau

Noch freie Plätze für Kurzentschlossene

Ilmenau, 25. April 2024

Am 25. April findet bundesweit der „Boys’Day“ statt. Auch das AWO Pflegeheim „Hüttenholz“ in Ilmenau beteiligt sich an diesem Aktionstag und lädt Schüler ein, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit in einer Pflegeeinrichtung zu machen.

Neben der Möglichkeit, Fragen zu stellen, werden die Schüler als „Praktikanten für einen Tag“ den Fachkräften über die Schultern schauen und auch im Rahmen eines Hausrundgangs spannende Einblicke in den Berufsalltag erhalten. Zudem können sich die Jungen über die Ausbildung sowie Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten informieren.

Der „Boys’Day – Jungen-Zukunftstag“ ist das männliche Pendant zum Girls‘Day, der am gleichen Tag stattfindet und bei dem es darum geht, Mädchen an männlich dominierte Berufe heranzuführen.

Wer Interesse an der Teilnahme am „Boys’Day“ hat, kann sich noch kurzfristig direkt bei der Einrichtung dafür anmelden.

AWO Pflegeheim „Hüttenholz“ Hanns-Eisler-Str. 16, 98693 Ilmenau Telefon: 03677 608102 – Ansprechpartnerin: Susann Auerbach Zeitraum: 9-14 Uhr; freie Plätze: 9