Bei Bauarbeiten in der Zellaer Kirchstraße wurden 1994 dutzende zylindrische Hohlkörper entdeckt, deren Herkunft zunächst unklar war. Recherchen zeigen: Es handelt sich um historische Morgan‑Schmelztiegel, gefertigt nach dem Patent der britischen „Patent Plumbago Crucible Company“ ab 1856. Die glasige Schlacke belegt ihren Einsatz beim Stahlschmelzen. Wahrscheinlich stammen sie aus der Gießerei Gebrüder Decker in Oberzella, die bereits 1866 nachweisbar ist. Die Tiegel sind heute wichtige Sachzeugen der regionalen Industriegeschichte im Stadtmuseum Beschußanstalt.









